GDPR
1. Einleitung
Seit dem 25. Mai 2018 gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Deutschland und allen EU-Mitgliedstaaten. Zur Umsetzung wurde das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) angepasst. Die Aufsicht über die Einhaltung der Datenschutzvorschriften erfolgt durch den Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) sowie durch die Datenschutzbehörden der einzelnen Bundesländer.
Das deutsche Datenschutzrecht basiert vollständig auf der DSGVO und ergänzt diese durch nationale Regelungen, um einen umfassenden Schutz personenbezogener Daten sicherzustellen.
2. Anwendungsbereich
Die DSGVO gilt in Deutschland für alle Verantwortlichen (Verantwortlicher) und Auftragsverarbeiter (Auftragsverarbeiter), die personenbezogene Daten verarbeiten, unabhängig davon, ob sie innerhalb oder außerhalb der EU ansässig sind, sofern sie Dienstleistungen für Personen in Deutschland anbieten oder deren Verhalten überwachen.
Der Anwendungsbereich umfasst sowohl automatisierte Datenverarbeitung als auch manuelle Datenverarbeitung, sofern diese Teil eines Dateisystems ist. Reine persönliche oder familiäre Tätigkeiten fallen nicht darunter.
3. Grundsätze der Datenverarbeitung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach folgenden Grundprinzipien:
- Rechtmäßigkeit, Fairness und Transparenz: Datenverarbeitung muss auf einer gültigen Rechtsgrundlage beruhen und transparent erfolgen.
- Zweckbindung: Daten dürfen nur für festgelegte und legitime Zwecke verarbeitet werden.
- Datenminimierung: Es werden nur die notwendigen Daten erhoben.
- Richtigkeit: Daten müssen korrekt und aktuell gehalten werden.
- Speicherbegrenzung: Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es erforderlich ist.
- Integrität und Vertraulichkeit: Technische und organisatorische Maßnahmen schützen Daten vor Verlust, Missbrauch oder unbefugtem Zugriff.
4. Rechte der betroffenen Personen
Nach DSGVO stehen betroffenen Personen folgende Rechte zu:
- Auskunftsrecht: Recht auf Einsicht in gespeicherte Daten und deren Verarbeitung.
- Recht auf Berichtigung: Korrektur unrichtiger oder unvollständiger Daten.
- Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“).
- Recht auf Einschränkung der Verarbeitung.
- Recht auf Datenübertragbarkeit in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format.
- Widerspruchsrecht gegen bestimmte Datenverarbeitungen.
- Recht auf Schutz vor automatisierten Entscheidungen einschließlich Profiling.
Für Minderjährige unter 16 Jahren ist eine Einwilligung der Erziehungsberechtigten erforderlich, und Informationen müssen in verständlicher Sprache bereitgestellt werden.
5. Pflichten von Verantwortlichen und Auftragsverarbeitern
Auftragsverarbeiter dürfen personenbezogene Daten nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen verarbeiten.
Sie müssen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zur Datensicherheit umsetzen und den Verantwortlichen bei der Erfüllung der DSGVO-Pflichten unterstützen.
Datenpannen müssen unverzüglich gemeldet werden. Der Verantwortliche ist verpflichtet, innerhalb von 72 Stunden die zuständige Aufsichtsbehörde (z. B. BfDI) zu informieren.
Je nach Umfang der Datenverarbeitung kann die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten (DPO) erforderlich sein. Zudem sind Verarbeitungsverzeichnisse zu führen und ggf. Datenschutz-Folgenabschätzungen (DPIA) durchzuführen.
6. Internationale Datenübermittlung
Die Übermittlung personenbezogener Daten außerhalb der EU ist nur zulässig, wenn ein angemessenes Datenschutzniveau gewährleistet ist. Dies kann erfolgen durch:
- Angemessenheitsbeschlüsse der Europäischen Kommission
- EU-Standardvertragsklauseln (SCCs)
- Andere nach DSGVO zulässige Garantien
Nach Wegfall des EU-US-Privacy-Shields müssen Unternehmen aktualisierte SCCs oder gleichwertige Mechanismen verwenden.
7. Aufsicht und Durchsetzung
Die deutschen Datenschutzbehörden verfügen über weitreichende Befugnisse, darunter:
- Verwarnungen und Anordnungen zur Korrektur
- Einschränkung oder Verbot von Datenverarbeitung
- Verhängung von Bußgeldern bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes (je nachdem, welcher Betrag höher ist)
Das Datenschutzrecht stärkt die Rechte der Betroffenen und fördert die Einhaltung hoher Compliance-Standards.
8. Kontakt
E-Mail:solutions@torlidorn.com
Telefon (Kundenservice):+1 (228) 671-9126
Adresse:7362 LOWER BAY RD,BAY SAINT LOUIS,MS 39520,United States
Erreichbarkeit: Montag bis Freitag, 09:00–12:00 Uhr und 14:00–18:00 Uhr (Mitteleuropäische Zeit, MEZ)